Monat: Mai 2021

  • Laufausrüstung: Meine Lieblinge – Teil 4 „nice to have“

    Laufausrüstung: Meine Lieblinge – Teil 4 „nice to have“

    Herzlich willkommen zum letzten Teil meines Blogbeitrags zum Thema Laufausrüstung. Wir fassen die wichtigsten Informationen noch einmal zusammen:

    • Reflektoren und Stirnlampe: Unverzichtbar, sonst unsichtbar!
    • Laufschuhe: Guter Rat muss nicht teuer sein, warte nur auf den noch folgenden Blogbeitrag auf run4yourlife.de 😊
    • Funktionsleidung: Sieht gut aus, motiviert und macht das Training angenehmer.
    • Sportuhr & Herzfrequenzmesser: Wird dann wichtig, wenn du wirklich effektiv nach einem Trainingsplan (den z.B. ich dir erstellt habe) trainieren willst.

    Kommen wir nun zu denen Dingen, die das Läufer*innenleben einfacher machen, aber für ein effektives Training nicht zwingend notwendig sind.

    Nice to have #3 Laufgürtel und Trinkrucksäcke

    Klar, wenn du beim Laufen dein Handy dabeihaben willst, ist es ziemlich unhandlich, es ständig in der Hand zu halten. Dies schränkt den Armschwung ein und beeinträchtigt somit deinen Laufstil. Wenn du das Handy oder sonstige Gegenstände nicht in deiner Kleidung verstauen kannst, ist der Kauf eines Laufgürtels sicherlich eine Überlegung wert. Es gibt unzählig viele verschiedene Modelle in allen erdenklichen Farben, zum Tragen am Oberarm oder als Bauchtasche, mit und ohne Flaschenhalter, usw. Ich persönlich bevorzuge enganliegende Bauchtauschen, die nicht gross mitschwingen. Schau doch einfach mal im Fachhandel nach, schnall dir das Ding um und schau, ob es dir taugt.

    Anderes Thema und ab einer gewissen Streckenlänge auch schon etwas mehr als nur „nice to have“ sind Trinkrucksäcke. Ich persönlich nehme mir bei längeren Läufen über anderthalb Stunden immer was zu trinken mit, da es in meiner Umgebung unterwegs keine Brunnen mit Trinkwasser gibt. Ich bin ein totaler Fan von Trinkrucksäcken mit Trinkschläuchen, mit denen man sich während des Laufs ohne zu stoppen mit Flüssigkeit versorgen kann. Auch den schnall ich mir vor dem Lauf ganz eng auf den Rücken, sodass ich ihn dann kaum noch spüre. Meine Trainings dauern selten länger als dreieinhalb Stunden, da reicht mit eine 1-Liter-Blase aus. Meinen Laufrucksack habe ich von Decathlon. Ein günstiges, aber super stabiles Modell.

    Nice to have #4 Kopfhörer

    Laufen mit Musik oder ohne, da streiten sich die Läufer*innengeister. Bei mir persönlich gibt es Tage, an denen ich einfach ganz bewusst meine Umgebung und meinen eigenen Körper wahrnehmen will. Und das funktioniert am besten ohne Ablenkung. Nach diesen Läufen bin ich dann immer erstaunt, wie schnell doch die Zeit rumgegangen ist. Aber ich muss zugeben, meistens brauche ich auch genau diese Ablenkung, gerade bei längeren Läufen. Hier höre ich unglaublich gerne Hörbücher oder Podcasts, die mich auch davor bewahren, viel zu schnell zu laufen. Denn auch das kann Musik bewirken – auf einmal läuft man mit dem Rhythmus der Musik und hat eine viel zu hohe Pace drauf. Bei Tempoläufen ist dies wieder perfekt. Von Musik oder Hörbüchern würde ich jedoch bei Intervalltrainings abraten, bei denen du zwischen Belastung und Entspannung wechseln, und teilweise genau auf denen Körper (Puls, Tempo) achten musst.

    Ob On- oder Inear-Kopfhörer spielt meiner Meinung nach keine Rolle, ich würde jedoch auf jeden Fall auf kabellose mit Bluetooth-Übertragung zurückgreifen. Ich persönlich benutze vor allem zwei Modelle. Einmal die WI-SP500 In-ear Sport-Kopfhörer von Sony, die ich über Bluetooth mit meinem Handy verbinde, jedoch auch am Kopfhörer selbst bedienen kann (Stopp, Pause, Weiter, Lauterstärke). Damit kann ich auch telefonieren, was jedoch während des Laufens nicht so angenehm ist (für die andere Person) wegen des Windes. Die sind echt super, nur verliere ich immer wieder die Schutzkappen. Ein anderes Modell, das ich ganz cool finde, sind die JBL Endurance SPRINT, die ich damals für ein Triathlon-Training gekauft habe. Diese Kopfhörer sind wasserdicht und bei meinem Modell kann ich auch noch Musik draufladen, sodass ich auch ganz ohne Handy loslaufen könnte. Ist auf jeden Fall auch ein echt gutes Modell, durch die Bügel allerdings nicht so angenehm zu tragen, wenn du noch ein Stirnband oder eine Mütze trägst.

    An dieser Stelle aber noch eine kleine Warnung. Gerade wenn du auf einer Straße läuft, kann das Laufen mit geräuschabsorbierenden Kopfhörern gefährlich sein. Ich mach’s meistens so, dass ich bei einem Stück auf der Straße ganz einfach  den Stöpsel aus einem Ohr rausnehme und auf dem Feldweg wieder reinsteck.

    Nice to have #5 Startnummernhalter

    Kommen wir nun zum letzten Laufausrüstungsgegenstand. Hierzu gibt es eigentlich gar nicht viel zu sagen, außer, dass ein Startnummernhalter absolut gut durch vier Sicherheitsnadeln ersetzt werden kann. Er kann hilfreich sein, wenn man mehrere Kleidungsschichten trägt, oder einfach sein neues Laufshirt nicht durchlöchern will 😊

    So, das war’s nun vorerst zum Thema Laufausrüstung. Auf den einen oder andern Gegenstand werde ich noch näher in einem eigenen Blogbeitrag eingehen. In den nächsten Beiträgen werdet ihr mich allerdings auf einen, resp. zwei virtuelle Läufe begleiten. Bis dahin, macht’s gut und bleibt gesund.

  • Laufausrüstung: Meine Lieblinge – Teil 3 „nice to have“

    Laufausrüstung: Meine Lieblinge – Teil 3 „nice to have“

    Nachdem ich im letzten Blogbeitrag lange und ausführlich über Funktionskleidung geschrieben habe, können wir im Folgenden die weiteren „nice to haves“ der Laufausrüstung etwas schneller abhandeln. Fangen wir gleich an mit den Hilfsmitteln für die Trainingsaufzeichnung:

    Nice to have #2 Sportuhr oder -App

    All meinen Kund*innen empfehle ich, die Trainingseinheiten in Form eines Lauftagesbuchs aufzuzeichnen. Weil ich ein totaler Fan von Tabellen und Auswertungen bin, greife ich persönlich auf eine selbst zusammengestellte Excel-Tabelle zurück und werte da z.B. die Wochen- und Monatskilometer aus. Ich empfehle es deshalb, weil es unglaublich motivierend ist zu sehen, was man erreicht hat. Zudem kannst du gerade zu Beginn so schnell deine Fortschritte (sei es bezüglich der Streckenlänge, des Tempos oder deines Trainingspulses) feststellen. Wenn du zudem nach einem Trainingsplan trainierst, ist die Aufzeichnung ein unverzichtbares Element zur Kontrolle.

    Eine Sportuhr oder -App sollte mit GPS ausgestattet sein, um deine zurückgelegten Kilometer und das Tempo zu erkennen. Dazu verwiese ich auf meinen Blogbeitrag zum Thema Trainingsplanung und Tempotraining. Ich zum Beispiel bin vor einen halben Jahr von meiner TomTom-Runner-Sportuhr auf die Polar M400 umgestiegen. Entscheidend für die Wahl sollten meiner Ansicht nach die Funktionen sein, die deine Uhr dir anbietet. Da es so viele unterschiedliche Funktionen gibt, werde ich dazu einen eigenen Blogbeitrag verfassen und die beiden genannten Modelle gegenüberstellen. Es gibt auch bestimmte Uhren, auf denen du gleich Musik abspeichern und mit deinen Kopfhörern verbinden kannst, damit du dein Handy nicht mitzunehmen musst. Da ich dieses für Notfälle sowieso immer dabeihabe und gerne Podcasts höre, ist das für mich persönlich kein Kaufargument mehr.

    Wenn du mit dem Laufen beginnst, reicht es meiner Meinung aber auch aus, eine Laufapp auf dem Handy zu installieren. Ich persönlich habe für alle Fälle (also falls ich mal spontan laufen gehe und meine Sportuhr nicht dabeihabe) Strava auf dem Handy. Das ist eine super, leicht bedienbare und kostenlose App, um deine Läufe aufzuzeichnen. Es gibt dort auch eine Community, mit der du deine Läufe teilen und Challenges eingehen kannst.

    Nice to have #3 Herzfrequenzmesser

    Etwas weiter geht die Trainingsaufzeichnung, wenn du auch noch deine Herzfrequenz ermitteln und analysieren willst. Dies ist zum Beispiel bei einem Trainingsplan nach der Laufcampusmethode, in der du entweder nach Tempo oder nach Herzfrequenz trainierst, ein unverzichtbares Element der Laufausrüstung und wichtige Voraussetzung für eine effektive Trainingssteuerung. Dazu verweise ich gerne auf meinen Blogbeitrag zum Thema Trainingsplanung und Dauerläufe. Ich empfehle, die Herzfrequenzmessung gleich mit deiner Sportuhr zu koppeln. Dazu gibt es jedoch verschiedene Methoden und Möglichkeiten, weshalb ich hier etwas ausholen muss und zuerst den Unterschied zwischen Puls und Herzfrequenz erklären will.

    Der Puls entsteht durch das Anschlagen der Druckwelle des Blutes an die Gefäßwände. Bei der Pulsmessung, die optisch mithilfe eines LED-Lichts (meistens am Handgelenk) erfolgt, wird die Häufigkeit dieser Druckwelle innerhalb von 60 Sekunden gemessen. Mit der Herzfrequenz wiederum werden die effektiven Herzschläge in der Minute gemessen. Dazu wird ein Brustgurt benötigt, der die elektrischen Signale des Herzes erfasst und misst. Die beiden Werte können dann voneinander abweichen, wenn ein Herzschlag so schwach ist, sodass keine Druckwelle erzeugt wird und entsprechend auch kein Puls wahrgenommen werden kann. Beide Methoden haben Vor- und Nachteile, die ich gerne kurz erläutern werde.

    Die optische Pulsmessung erfolgt meist am Handgelenk oder am Oberarm und ist dadurch relativ bequem zu tragen. Eine Beeinflussung durch andere Pulsuhren oder elektromagnetische Felder kann ausgeschlossen werden. Allerdings können kalte Temperaturen, dunkle oder tätowierte Haut sowie ein aktiver Armeinsatz zu ungenauen Messungen führen.

    Die Herzfrequenzmessung mit Brustgurt wird generell als die präzisere Messmethode angesehen, da sie eine EKG-genaue Messung verspricht. Doch diese kann durch andere Pulsuhren (was bei einem Wettkampf relativ häufig anzutreffen ist) oder Magnetfelder sowie durch Verrutschen des Brustgurtes beeinflusst werden. Zudem kann das Tragen gerade bei längeren Läufen durch Reibung zu Hautirritationen oder -verletzungen führen.

    Da ich wie gesagt mit der Polar M400 Laufuhr trainiere, habe ich auch den passenden Brustgurt und Sensor von Polar (Polar H9 Herzfrequenz-Sensor). Eine meiner nächsten Anschaffungen, die ich dann gerne für die Leistungsdiagnostiken benutzen würde, ist das Armband für den Polar OH1.

    Ich benutze in meinen Trainings gerne die verschiedenen Funktionen dieser Laufuhr, indem ich z.B. einen bestimmten Herzfrequenz-Bereich einstelle, in dem ich trainieren will. Die Uhr informiert mich dann über einen Signalton darüber, wenn ich den Bereich verlassen habe. Hierzu werde ich jedoch noch einen eigenen Blogbeitrag verfassen und die verschiedenen Funktionen der Polar M400 und TomTom-Runner-Sportuhr gegenüberstellen.

    So, und schon wieder eine Seite gefüllt. Im nächsten und zugleich vorerst letzten Teil des Beitrags zum Thema Laufausrüstung gehe ich dann noch auf Gegenstände ein, die wirklich mehr als «nice to have» sind und ich schon eher als Accessoires bezeichnen würde.