Shokz OpenRun Pro 2 Knochenschallkopfhörer im Produkttest
Ich gebe es zu: Ich gehöre auch zu den unverbesserlichen Läuferinnen, die nur mit Beschallung auf den Ohren laufen können. Ich wohne auf dem Land, wo ich mangels Alternativen zum Trainieren hin und wieder auf die Straße ausweichen muss. Dabei ist mir wichtig, die Umgebung gut wahrnehmen zu können. Darum bin ich vor gut einem Jahr von In-Ear- auf Knochenschallkopfhörer umgestiegen.
Mir wurden nun die OpenRun Pro 2 von Shokz zum Testen zur Verfügung gestellt und ich teile meine Erfahrungen nach den ersten Einsätzen im Training und im Alltag hier mit euch. Dabei vergleiche ich sie sowohl mit dem Vorgängermodell von Shokz als auch mit anderen In-Ears, die ich bisher verwendet habe. Over-Ears kommen bei mir draußen nicht in Frage, maximal auf dem Laufband.
Lieferumfang & erster Eindruck
Anders als bei Laufschuhen ist mir die Optik bei Kopfhörern relativ egal. Zum Testen habe ich ein klassisch schwarzes Modell bekommen, es gibt sie aber auch noch in Orange und in einer Kipchoge Edition.
Besonders cool finde ich das Aufbewahrungscase, das im Lieferumfang enthalten ist. Darin versteckt sich auch ein USB-C-Ladekabel. Das ist schon mal ein Vorteil gegenüber dem alten Modell, das sich nur mit einem speziellen Kabel laden ließ.
Die Kopfhörer sehen wirklich hochwertig verarbeitet aus und fühlen sich auch so an. Getragen fallen sie – vor allem bei langen Haaren – kaum auf.
Tragekomfort
Eines der wichtigsten Kriterien ist für mich, dass Kopfhörer angenehm sitzen und auch bei intensiveren Einheiten gut halten. Beim ersten Anprobieren der Shokz OpenRun Pro 2 fällt mir auf, dass der Bügel ein bisschen weiter ausfällt als beim Vorgängermodell. Ich habe allerdings im Webshop gesehen, dass es auch noch eine kleinere Variante gibt.
Das tut dem Tragekomfort aber überhaupt keinen Abbruch. Die Kopfhörer schmiegen sich angenehm ans Ohr an und werden hinter dem Kopf durch den Bügel zusammengehalten. Sie sitzen angenehm fest, ohne aber zu drücken. Da bekomme ich nämlich sehr schnell Kopfschmerzen.
Ein Verrutschen oder gar Verlieren ist somit fast ausgeschlossen. Und was Knochenschallkopfhörer halt auszeichnet: Kein Stöpsel im Ohr, der entweder zu klein oder zu groß ist.
Beim ersten Lauf habe ich gleich den Härtetest gemacht und bin mit Mütze und Sonnenbrille gelaufen. Die Brille war überhaupt kein Problem, die Mütze in Kombination mit den Kopfhörern hat sich zunächst seltsam angefühlt, funktionierte beim Laufen aber ebenfalls gut.
Verbinden und Bedienen
Das Koppeln der Kopfhörer mit dem Handy über Bluetooth war eine Sache von wenigen Sekunden und einem Knopfdruck – was ich aber auch bei neuen Geräten erwarte.
Die ganze Steuerung funktioniert über genau drei Knöpfe, also maximal überschaubar. Das ist mir unglaublich wichtig. Musik an und aus, lauter, leiser und weiter sind die einzigen Funktionen, die ich benötige, und die bekommt man auch ohne vorherige Lektüre der Bedienungsanleitung heraus. Daumen hoch dafür!
Ich hatte schon Kopfhörer, die über leichte Berührungen zu steuern waren, aber das ist beim Laufen eher schwierig, sodass ich die Knöpfe, wie sie die Shokz OpenRun Pro 2 haben, klar bevorzuge. Das ist auch im Sommer mit schwitzigen Fingern oder bei Regen deutlich einfacher.
Klang
Das sollte eigentlich eines der wichtigsten Kriterien bei Kopfhörern sein, bei Sportkopfhörern sehe ich das aber etwas entspannter. Da ist mir der Tragekomfort wesentlich wichtiger.
Zudem will ich mich ja eben nicht von Bässen beschallen lassen, sondern etwas von meiner Umwelt mitkriegen, um möglichen Gefahren ausweichen zu können. Die Soundqualität ist absolut solide, kann durch die andere Tonübertragung aber nicht mit guten In-Ears oder Over-Ears verglichen werden.
Im Vergleich zum Vorgängermodell merkt man jedoch einen deutlichen Unterschied hin zu einer besseren Klangqualität. Podcasts funktionieren ebenfalls super. Ich habe die Kopfhörer auch im Alltag für Telefongespräche getestet und war damit absolut zufrieden.
Akkulaufzeit
Die Akkulaufzeit soll laut Hersteller bis zu 12 Stunden betragen. Ich habe die Nutzungszeit zwar nicht mit der Stoppuhr gemessen, aber auch mehrere längere Trainingseinheiten haben die Kopfhörer problemlos durchgehalten.
Besonders cool ist die Schnellladefunktion: Nach nur 5 Minuten Ladezeit erreicht man eine Laufzeit von mehr als 2 Stunden.
Fazit
Mein Fazit fällt sehr positiv aus – sonst wäre ich nicht schon seit über einem Jahr mit den Shokz OpenRun unterwegs.
Wem Sicherheit ein wichtiger Aspekt beim Laufen ist (sicherlich auch beim Radfahren in der Stadt!) und wer auf Knochenschallkopfhörer setzen möchte, für den sind die Shokz OpenRun Pro 2 eine klare Empfehlung.
Die wichtigsten Punkte noch einmal zusammengefasst: Sehr guter Halt und Tragekomfort, einfache Bedienung und solider Sound.
Ob sich jedoch der Umstieg vom Vorgängermodell auf das neue lohnt, muss gut abgewogen werden. Dafür spricht meiner Ansicht nach vor allem das USB-C-Ladekabel, da die verbesserte Soundqualität eher eine untergeordnete Rolle spielt.
